Argumente für die Südspange
Seit mehr als zwei Jahrzehnten wünschen sich viele Göttinger vor Ort eine spürbare Entlastung des Göttinger Südens. Jetzt liegt die Entscheidung in Ihrer Hand. Ab dem 25. Mai können Sie über die Zukunft des wichtigsten Göttinger Verkehrsentlastungsprojektes der vergangenen Jahre abstimmen. Per Briefwahl bestimmen Sie, in welche Richtung sich unsere Stadt entwickeln soll. Ob IKEA oder Stadtbadareal, in Göttingen gibt es lange Historie von verpassten Chancen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Südspange nicht auch bald zu den gescheiterten Projekten zählt.
Eine Mehrheit der Göttinger Bevölkerung befürwortet seit langem die Entlastung des Göttinger Südens. Bei einer Umfrage des BLICK im Januar 2009 sprachen sich 47,7 Prozent der Befragten für die Südspange aus, nur 11,5 Prozent waren dagegen. Bei den Göttinger Parteien sieht es ähnlich aus: CDU, FDP und SPD haben sich klar und deutlich pro Südspange positioniert. Ebenso Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) und viele andere Prominente aus Politik und Gesellschaft. Jetzt ist es wichtig, aus dieser Stimmung ein positives Votum herbeizuführen.
Es gibt natürlich auch Kritiker dieses Vorhabens. Der prognostizierte Rückgang des Individualverkehrs auf Grund des demographischen Wandels, die Versiegelung der Landschaft durch den Straßenbau sowie Bedenken aus umwelt- und klimapolitischer Sicht sollten jeden zur kritischen Hinterfragung neuer Verkehrsprojektes veranlassen. Dass eine breite Mehrheit der Göttinger trotzdem für den Bau der Südspange ist, liegt an den guten Gründen, die es für diese Maßnahme gibt. Die fünf wichtigsten Gründe finden Sie nachfolgend.
Fünf gute Gründe für den Bau der Südspange
1. Der Göttinger Süden wird verkehrlich nachhaltig entlastet
Die von Durchgangsverkehr stark belastetenden Straßen im Göttinger Süden werden durch den Bau der Südspange nachhaltig entlastet. Das ist nicht nur gut für die Anwohner, sondern für alle Göttinger. So profitiert der gesamte innerstädtische Verkehr. Das Verkehrgutachten, dass die Stadt Göttingen dazu in Auftrag gegeben hat, kommt zu einem klaren Ergebnis: “Mit dem Bau der neuen Ost-West-Verbindung würde sich für das Göttinger Straßennetz ein bedeutender positiver Verlagerungseffekt einstellen. Der verkehrliche Nutzen der neuen Verbindung von der B27 zur Ortsumgehung Rosdorf lässt sich durch die Untersuchung eindeutig belegen.”
2. Die Lärmbelastung wird spürbar gesenkt
Nach Inbetriebnahme der Südspange ist in der Umgebung der Straßen Rosdorfer Weg, Sandweg, Stettiner Straße und Reinhäuser Landstraße eine erhebliche Minderung der Geräuschbelastung zu erwarten. Das Gutachten der Stadt Göttingen spricht von derzeit “gravierenden Beeinträchtigungen.” Da Lärmbelastung nachweislich ein wichtiger Einflussfaktor bei Krankheiten ist, dient der Bau der Südspange dem präventiven Gesundheitsschutz. Es wäre unverantwortlich, nicht alles menschenmögliche zum Schutz der Bevölkerung zu unternehmen.
3. Die Verkehrssicherheit wird erhöht
Der Göttinger Süden ist ein besonders kinderreicher Stadtteil. Viele Kinder und Jugendliche sind hier deshalb täglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Ob auf dem Weg zur Schule, zum Sport oder zu Freunden, die hohe Verkehrsbelastung der Reinhäuser Landstraße ist ein stetiger Gefahrenherd für unseren Nachwuchs. Mit dem Bau der Südspange nimmt der oftmals besonders rücksichtslose, auswärtige Durchgangsverkehr (inklusive Umleitung der A7) ab und die Sicherheit unserer Kinder zu. Der Bau der Südspange ist auch deshalb unerlässlich.
4. Die Feinstaubbelastung nimmt ab
Feinstaub verursacht geschätzte 65.000 Todesfälle pro Jahr in Deutschland und er ist ein wesentlicher Faktor bei Herz-Kreislauf Erkrankungen. Neueste wissenschaftliche Untersuchen zeigen, dass Feinstaub sogar in die Blutbahn eindringt und die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. Deshalb sind in den vergangenen Jahren die Grenzwerte für Feinstaub immer wieder gesenkt worden. Durch den schluchtartigen Straßencharakter im Göttinger Süden ist dort die Feinstaubbelastung durch den Durchgangsverkehr besonders hoch. Die Südspange schafft hier durch eine nachhaltige Verlagerung der Verkehrsströme Abhilfe und schützt die Menschen vor gesundheitsgefährdenden Abgasen.
5. Das Naherholungsgebiet Kiessee wird aufgewertet
Der Kiessee und die Leineauen sind das wichtigste Naherholungsgebiet in Göttingen. Viele Göttinger entspannen gerne bei einer Runde um den See oder betätigen sich sportlich in den Anlagen rund um das Jahnstadion. Leider wird dieses Gebiet heute durch den viel befahrenen Sandweg durchschnitten. Mehr als 16.000 Fahrzeuge beeinträchtigen das Naherholungsvergnügen der Menschen. Mit dem Bau der Südspange wird eine Sperrung des Sandweges für den PKW-Durchgangsverkehr möglich. Dann könnten die Pläne für eine Aufwertung des Kiessees für Familien- und Freizeitaktivitäten endlich umgesetzt werden.
